Ich hätte wissen müssen, das es keine der besten Ideen ist, an einem Samstag den Bus durch tausend Serpentinen auf ca. 3000 Meter zu fahren um die Sierra Nevada zu besuchen.
Auf dem Weg wird einem schlecht. Es ist kalt. Eine Millionen Spanier, die wie die Ameisen sich die Skischuhebedeckten Füße platt treten und dabei in ihren 70er-Jahren-Skianzügen wie eine Horde Marshmellowmen aussehen. Uff!
Ja, Schnee ist was ganz ganz tolles. Ein Wunder um genau zu sagen. Der Meinung ist man zwangsläufig auch, wenn man mit Australierinnen hinfährt, die zum ersten mal mehr als 2 Flocken auf dem Boden sehen. Gibt man ihnen dann noch Kameras in die Hände, dann werden die Aktivitäten auf genau EINE begrenzt...
Ich hatte mit vorgestellt, wir machen einen Schneespaziergang, ein bisschen den Berg hoch, ein bisschen runter, eine neckische Schneeballschlacht, wir bestaunen die Aussicht und dann wenn die Kält kurz vor der Unterhose ist, finden wir uns in eine kleine einsame Hütte ein und trinken ein Heißgetränk aus handbemalten Krügen bevor wir erschöpft aber glücklich nach Hause fahren.
Tja, Scheiße!
Ich musste für gefühlte 1000000000 Fotos posen, die ihr euch so vorstellen dürft: Wir machen Schneeengel, wir bauen einen Schneemann und posen mit dem Schneemann, wir springen im schnee alle zusammen hoch, wir machen eine Schneeballschlacht, wir posen vor den Bergen, vor einem Haufen braunem Matsch, wir machen Olympische Disziplinen nach (ich war der Bob und eine Eisläuferin), wir posen vor dem Lift, dem Skiausrüstungsausleihgeschäft, auf der Sonnenterasse, vor und im Bus und dabei wie wir wie zufällig Schnee in die Luft werfen (wieso sollte man das tun??). Und man konnte dem ganzen Trubel gar nicht entkommen, da das ganze Gebiet mit seinen ekligen Hotelriesen aussen rum abgeriegelt ist wie Fort Knox, man kommt nur im Bus und Begleitung rein oder raus.
Und nun seht selbst. Ein mal schöne Bilder auf denen man nichts von meinem Ärger sieht, bitte!
Und ab!

Kate und Ariani





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