Mittwoch, 10. Februar 2010



Horronacht. Aber was erwartet man schon in nem 10Bett-Zimmer.
Menschen, denen ich gerne gestern ein Kissen aufs Gesicht gedrückt hätte: der südkoreaner,
der wie ein nordkoreanischer Kommunist schnarcht, das holländische Mädchen unter mir, dass
im Schlaf wie Frau Antje redet und der Unbekannte Mann, der für sehr lange irgendwas
anscheinend super witzig fand und nicht aufhörte zu giggeln.
Aber das Frühstück entschädigt ja oft für viele Dinge. Es gibt hier Müsli, Cornflakes,
2 Sorten Toast, Kaffee, Tee, Nutella, Marmelade und Saft. Nicht schlecht Senor Specht.

Ab dann gings mit den Wohnungsbesichtigungen weiter. Ich kann es gar nicht alles aufzählen,
es ist immer irgendwas. Ich kann es gar nicht genau sagen: Zu weit weg, nur Spanier,
keine Spanier, zu teuer, zu klein. Ich bin nicht wählerisch, ich zähle nur auf. Ich will
mir auch einfach erstmal so n Bild machen, wie die Wohnungen hier so sind, was man erwarten
darf und was nicht.
Dinge, die man anscheinend NICHT erwarten darf: Heizung und Fenster, durch die man keine
Wand sieht. Auch öfen sind rar.
Was ich sehr praktisch finde, ist, dass die Wohungen Nummern haben, man also nich immer
endlos nach dem Namen, der zu besuchenden Person suchen muss. Mein Zimmer in meiner Wohung in Münster wäre also gewesen: Calle de wesel 325, 1°B (also Primera Planta/Stock die Zweite Wohnung).

Durch das ganze rumgelaufe hab ich jetzt schon einen recht guten Überblick, weiß welche
Viertel eher Scheiße und welche heiß begehrt sind. Granada zeigt sich dennoch immernoch von
seiner/ihrer (?) unschönen Seite. Für alle Smalltalker: Es ist 10°C und es regnet.

Gefühlspaten: Die Pilgrimfathers - auf der Suche nach einem neuen Zuhause


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