Montag, 10. Mai 2010

Zwischendurch

In unserer schönen (der Mitbewohnerinnen wegen), aber stets kaputten und abgewrackten Wohnung gab es bis letztens noch einen Fernseher, der sagen wir mal Postkartengröße hatte. Übertrieben, ist klar. Was aber auch übertrieben ist, ist, dass unser Vermieter, als die Postkarte kaputt ging, uns nach einer Woche ein Public-Viewing ähnliches Ding ins Wohnzimmer stellte. Jetzt haben wir ein Heimkino, das spanische Programm wird dadurch leider Gottes auch nicht besser. Und wo wir grade von Gott sprechen (Also echt, meine Überleitungen heute) wollte ich euch eigentlich nur erzählen, dass es da diese putzige Werbung gab:

Spanier sind im Grunde ihres Herzens ja grundkatholisch. Nicht so schlimm wie die Iren, dafür auf eine kitschigere Art und Weise. Dass wir im 21. Jahrhundert angekommen sind haben sie auch schon verstanden, deswegen kann man jetzt, wenn man mal wieder kein Zeit hat um in die Kirche zu gehen, einfach per SMS irgendwo eine elektrische Kerze anzünden lassen, der dann nach 20 Minuten Leuchtdiode wieder der Strom abgestellt wird. Das ganze wird zu der besten Sendezeit im JackLeLane-PowerJuicer-Style präsentiert. Ich war soooo kurz davor anzurufen.

Samstag, 8. Mai 2010

Tanz in den Maidrid..

Anni war da. Mit einem Tag Verspätung zwar, aber "no pasa nada", oder nicht? Diesmal war es nicht die böse isländische Wolke schuld, sondern die Busse in Malaga, die einfach alle shcon voll waren. Was wollen die Leute denn alle in Granada an einem Dienstag abend? Wir werden es nie erfahren. Nun, so war sie dann von Mittwoch Mittag bis Freitag mittag da. Kurz und Schmerzlos, dafür umso lustiger. Ein Quickie mit Anni: Schon probiert?

Aber zurück zu Freitag mittag. An besagtem Tag machte ich mich auf den Weg ins schöne Madrid. Überaschung! War auch ziemlich spontan, so wie irgendwie alle meine Exkursionen hier. Ich plane doch eigetnlich so gerne. Naja, hier ist halt alles anders.
Ariani, Kate und deren Freundin Dharnae (Do-nä) (eine reisewütige Australierin aus Paris auf Spanienbesuch) waren schon am Freitag morgen um halb acht mit unserem Freund Ryan(air) geflogen, ich bevorzugte da doch den 5stündigen Bus um eins. Genau den hätte ich auch beinahe wegen den lahmarschigen Granadinischen Bussen verpasst. Aber halt nur beinahe..und so ging die Fahrt doch ziemlich schnell vorbei. Dank an dieser Stelle gilt meinen Profesorinnen, die mich mit Aufgaben zubomben. Nein, eigentlich geht der Preis und Aplaus an meinen kleinen Laptop, mit dem man so wunderbar und einfach überall hin und arbeiten kann. Vielleicht sollte ich mich auch selber loben, dass ich ihn mir gekauft hab? Oder die Samsungerfinder? Herr Samsung? --> Ich schweife ab!
Steigen wir da wieder ein, wo ich aus dem Bus an der "Estación Sur" ausstieg. Ich hatte mir vorher zwar die Adresse für das Hostel rausgesucht, leider waren auf der Webseite keine Instruktionen zu finden wie man dahin kommt. Ich dachte, macht nichts, Menschen die in der Metro arbeiten werden mir schon helfen. Leider wollten sie das aber nicht und haben mich immer wieder weggeschickt. Ein Glück waren aber ja die Mädels schon da und mit spanischen Handys ausgestattet. Wenn man erstmal weiß wohin man muss, macht Metrofahren auch richtig Spaß. Find ich jedenfalls. An Service allerdings bevorzuge ich die jute kölsche KVB.
UNser Hostel ("Cat's") war unglaublich zentral, hübsch, billig und gut organisiert. Gerne mache ich dafür an dieser Stelle Werbung.
Die anderen waren den ganzen Tag im Prado gewesen und dementsprechend müde und plattfüßig. Schade, denn ich war so extremst unternehmungslustig, dass ich mir im Pulpo-Restaurant (Oktopussarme frittiert) gleich mal an einem Stück Brot ne halbe Blombe rausgebissen hab. Nicht so schlimm, aber vielleicht werd ich doch mal ne "Clinique dental" aufsuchen. Que miedo!
Am nächsten Tag gings dann früh raus um erstmal das Hostel zu wechseln, da im alten für Samstag nichts mehr frei war. Im neuen wollten die zu Anfang überhaupt gar kein Geld von uns, aber am nächsten Tag leider schon. Nun, dieses Hostel kann ich nun wirklich niemandem empfehlen. Es hat A: keine Decken, B: kein heißes Wasser und C: immer nur einen Schlüssel für jedes Zimmer (total dämlich). Wurscht. Wir waren ja sowieso nur zum Schlafen da und verbrachten den Tag in der Stadt, im Park, an diversen Schlössern und in der Metro, wo wir Zeuge eines Überfalls wurden und uns ganz schnell aus dem Staub gemacht haben. So schnell und doch so unauffällig bin ich noch nie gelaufen. Später trafen wir dann viele viele Freunde von Freunden von Dharnea und waren hinterher eine riesen Gruppe, mit der wir dennoch einen TIsch in einem süßen Restaurant bekamen und den ganzen Abend Tapas aßen. Warum wir die bezahlen mussten hab ich aber nicht verstanden. In Granada sind die doch immer umsonst?
Nun das Prado hatte ich wohl nun verpasst, aber Reina Sofia wollt ich mir dann doch antun. Leute, zu viele Bilder auf zu vielen Räumen. Wir hätten TAGE da verbringen können und wollen. So sahen wir Miró, Guererro, viele andere und natürlich: Picassos "Guernica" (1937, Öl auf Leinwand, 349 cm × 777 cm). Wer jetzt aufgepasst hat sieht sofort, dass das Ding einfach riesig ist. Mit den Hintergrundinfos und viel lesen war das wirklich ein imposantes Erlebnis. Auch imposant war, dass an beiden Seiten Leute stehen und immer "NO FOTOS!!!!!" schreien (ja schreien), wenn wieder irgendein doofer Guirie seine Digicam zückt. Es war also ein imposant lautes Erlebnis, was durch das ständige piepen der Alarmanlage, wenn jemand die Markierung (die aber auch blöderweise die gleiche Farbe hat wie der Marmorboden = grau) übertretet.

Das wars dann auch schon fast. Hundemüde fuhren wir wieder 5 Stunden nach Hause und als ich endlich ausstieg und die gute Granadinische Luft einatmete, dachte ich, dass ich doch immer wieder diese wunderbare Stadt wählen würde. Immer wieder!

Plaza Mayor

Reina Sofia

Km 0 (von hier aus gehen alle Straße Spaniens aus)



Die älteste Markthalle Madrids