Montag, 26. April 2010

2 Frauen, 2 Männer, ein Auto

Wir hatten wirklich die besten Intentionen alles Richtig zu machen.
Alles schien so einfach, so organisierbar.

Magali bekam das Wochenende frei und weil das wahrscheinlich nie wieder vorkommen wird nahmen wir uns vor uns nichts vorzumachen (ich finds witzig) sondern einfach Michi (Österreich) und Steven (Austin/Texas) einzupacken, ein Auto (Aurigacrown) zu mieten und ab in den Nationalpark "Cabo de Gata" (Almeria) zu fahren. Dort gibts Strände, Vulkane, Flamencos (dt.Flamingos) und so Naturzeug eben.

Michi und ich waren als Fahrer eingetragen und weil nur der Esel sich immer zuerst nennt fuhr halt Michi zuerst. Nein, eigentlich aus keinem bestimmten war es so und nach vielleicht anderthalb Stunden wollten wir wechseln. Wir nahmen also eine Abfahrt und....

...auf einmal war da einfach mal keine Straße mehr sondern eine Kiesgrube, in die wir mit 100 Sachen reinrasten. Nach dem ersten Schock stiegen wir aus und mussten erstmal durchatmen. Niemandem was passiert. Nur das Auto steht n halben Meter tief im Kies. Schade. Die nächste Stunde versuchten wir mit Leibeskräften das arme Ding wieder raus zu fahren. Nichts zu machen außer viel Staub auf zu wirbeln. Im Gegenteil. Ich glaube wir haben's immer tiefer rein gesetzt. Irgendwer hat dann auch mal angehalten und gesagt, da könnten wir uns auf den Kopf stellen, das kriegen wir da nicht mehr raus und wir sollten n Abschleppdienst holen. Der kam dann auch irgendwann und zog uns für 80 Euro schwarz wieder raus, hat nochmal geguckt (irgendwie lagen da nämlich so viele Plastikteile, die offensichtlich von der Unterseite eines Autos stammen in der Grube) aber ist ja Spanien, also:"No pasa nada!" und weiter geht's. Wir fühlten uns gerade wieder frisch, fromm, fröhlich und frei...
Ein Glück hatten wir uns die Handynummer von Abschlepp-Alex geben lassen, denn nach ner halben Stunde fahren kam auf einmal ein riesen Lärm vom linken Reifen vorne und ich dachte schon er wäre geplatzt, aber es hatte sich NUR die gesamte Ummantelung, die den Reifen vom Motor trennt gelöst und hing halt noch so halb dran. Abreißen ging nicht, dranlassen und weiterfahren auch nicht, also was tun? Alex, der Retter der enterbten, kam, lachte uns aus und meinte trotzdem immer noch (mit einer Gelassenheit die schon an diverse Drogen erinnert) "No te preocupes.", nahm das Auto aber mal hinten drauf und fuhr mit uns in seine Werkstatt. Ich glaub die Welt könnte untergehen, solange Alex in seinem Abschleppauto sitzt, kann alles nicht so schlimm sein. Seelenruhig schraubte er das Plastikding ab, wollte weder Geld noch Wein von uns und winkte zum Abschied. Crazy Spanier!

Ab da ging dann so ziemlich alles Bergauf: wir verbrachten den Rest des Tages (Granada - Cabo de Gata = 178 km = 5 Stunden (in unserem Fall)) an einem wunderschönen Strand mit Boule spielen, schwimmen, Wein und Brot. Wat willste mehr?

Puuh Leute, ich hab keine Lust mehr zu schreiben. Den Rest gebe ich einfach Stichwortartig wieder und wer Details will soll anrufen: Unterschlagung von Hostelgeldern, Wandern in Unterhose, Hacer Dedo, ein Feld, das nach Pizza riecht, wir machen alle Nomen zu Verben und Annette fuhr einfach mal auf der falschen Seite der Autobahn ("Komisch, da kommen so Lichter auf uns zu!"). Jajajaja!

Übrigens: des Rätsels Lösung ist, dass es diese Kiesgruben gibt, falls der höchstwahrscheinlich Fall eintreten sollte, dass die Bremsen nicht funktionieren. Dann kann man da rein fahren und wird von dem Kies gestoppt! Ich wette das Verhältnis von Leuten, die aus Versehen da rein fahren und Leute, die dadurch wirklich gerettet wurden steht 728:1! So ein Glück für Alex.

Cordialmente
Annetti-Kiesgrubetti



Man beachte die Warnweste als Badehosenersatz.

Spricht für sich, ne.

So siehts nicht aus, aber da war noch alles in Ordnung!

2 Kommentare:

  1. The best trip ever! ;p

    I want to "trip" you again and again and again.

    A lot of Llaves!! ;p

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  2. necesito otro viaje yaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

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