Montag, 1. März 2010

Prima gemacht Vera! Klasse!

Kinder, der Frühling ist da (s.o.)! Man riecht es zwischen den künstlich angelegten Orangenbäumen, man sieht es an den kürzer werdenden Röcken der Nutten und ich spüre es im Geldbeutel, denn wenn die Sonne raus ist MUSS man ja immer irgendwas unternehmen. Kaffeetrinken hier, Tapasessen da.

Ich bin unglaublich froh, dass sich das Wetter wenigstens etwas bessert. Auch wenn die nette Dame auf "Canal Sur" propagiert, dass alles wieder scheiße wird. ICH glaub ihr nicht. Jeden Abend wenn ich mich, vorgebräunt, ins Bett lege, WEIß ich, dass auch morgen die Sonne wieder scheint.

Aber apropos (was heißt das eigentlich wirklich?) unternehmen. Meine Wanderwaden wurden in den letzten Tagen extremst gestählert. Samstag sind wir auf den Sacramonte hoch, wo es heute immernoch bewohnte Höhlen im Berg gibt. Der Aufstieg ist nicht wirklich schlimm, da an jeder Ecke einfach alles schön ist: die kleinen Häuser, die Steinmauern, riesen Kakteen und wenn man sich umdreht einfach der Ausblick auf die Generalife, den Fluss und wenn man oben ist, die Alhambra, ganz Granada und die Sierra Nevada. Auf dem Abstieg haben wir uns das erste Eis des Sommers 2010 gegönnt und auf dem Plaza Nueva etwas ausgeruht, bis es wieder hoch auf die Alhambra selber ging, wo wir sozusagen von der anderen Seite auf unseren vorherigen Aussichtspunkt blicken konnten. Dann gings nach Hause und abends kamen Freunde zum Essen, von dessen Reste wir heute noch profitieren. Herrlich!

Sonntag waren alle Museen umsonst also gings in die Ausstellung "CROMOCRONÍCAS: POÉTICAS DEL COLOR EN LA IMAGEN-TIEMPO / CENTRO JOSÉ GUERRERO", die mir extremst gut gefallen hat. Unter blauem Himmel spazierten wir durch den Albaycín (das alte arabische Viertel) und hoch bis zum jetzt schon von Turis überfüllten Mirador Sant Nicolas, tranken ein Bier mit 3 neidischen Hunden, ich tauschte Buchtipps mit einer Italienischen Eisverkäuferin aus und hab zwischen diversen Bars rausgefunden, das der Telefonbucheintrag "Contestador" in meinem Handy anscheinend nicht der Name eines Typen ist, sondern meine Mailbox. Herrlich!

Heute hatte die Uni, sowie alle Geschäfte zu (Día de Andalucía), ausser, wie immer, die Chinos. Dank der Arbeitswut unserer Asiatischen Mitbürger konnte ich Eier kaufen, denn als ich zu mir zum Pfannkuchenessen einlud hatte ich doch glatt vergessen, dass ich keine mehr hatte. Pfanne an, alles essbar in diverse Tüten gepackt und ab gings mit Picknickdecke in die Klostergärten von San Jeronimo, was direkt neben meiner Fakultät liegt, sodass ich immer auf dem Weg dort durchlaufe. Herrlichst!

Danke großer Heliumbefüllter-Krebserregender-Riesen-Kloß dort am Himmel. Ich weiß auch morgen bist du wieder für mich da.








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